Jonathan Darlington
Fast zehn Jahre lang leitete er als Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker das „klingende Aushängeschild“ der Stadt. Im Mai verabschiedete sich Jonathan Darlington in der Mercatorhalle mit Gustav Mahlers monumentaler „Auferstehungs-Symphonie“ offiziell von seinem Publikum. Unter seiner Führung können die Duisburger Philharmoniker auf eine ungewöhnlich erfolgreiche Dekade zurückblicken. Die Konzerte waren nahezu restlos ausverkauft, die Kritiken der Live-Aufführungen und zahlreichen CDs fielen durchweg überschwänglich aus und auf zahlreichen Auslandsreisen hat sich das Orchester als erstklassiges Markenzeichen der Stadt bewährt. Und mit der vor vier Jahren eingeweihten Mercatorhalle verfügt das Orchester mittlerweile über ein prächtiges Domizil. Bereits bei ihrer ersten Begegnung schien die Chemie zwischen dem damaligen Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein und dem Orchester zu stimmen. Darlington ist es gelungen, die Klangkultur des Orchesters zu verfeinern und der Programmgestaltung durch britische und französische Schwerpunkte ein persönliches Profil zu verleihen. Geboren ist Jonathan Darlington vor 55 Jahren in Lapworth, einer
Stadt im Süden des Distrikts Warwickshire zwischen Birmingham und
Coventry, einer kleinen Gemeinde mit einer großen Kathedrale und
einer ebensolchen Chortradition. In einem musikalischen Elternhaus
aufgewachsen, interessierte sich Jonathan Darlington ursprünglich
vor allem für Rugby und das Klavierspiel und überhaupt nicht für das
Dirigieren. Im Grunde seines Herzens fühlt er sich noch immer als
Pianist und Kammermusiker. Er war schon 34 Jahre alt, als er zum ersten Mal ans Dirigentenpult
trat. Und zwar gleich zur Eröffnung der Pariser Bastille Oper mit
Mozarts „Figaro“ als kurzfristiger Ersatz für den erkrankten Kollegen
Gabriele Ferro. Ohne jede Erfahrung musste er sich seinen Weg zum
anerkannten Dirigenten hart und nicht ohne Widerstände erarbeiten.
Sein offizielles Debüt als Dirigent feierte er 1984 am Pariser Théâtre
des Champs Elysées mit Francesco Cavallis Barockoper „L’Ormindo“.
Als international gefragter Dirigent gastiert Jonathan Darlington bei
namhaften Orchestern und großen Opernhäusern in der ganzen Welt,
darunter der Oper von Sydney und der Dresdner Semperoper.
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