Musikpreis 2025: Axel Kober

Portraitfoto © Christian Schoppe

Axel Kober verbindet eine lange künstlerische Partnerschaft mit den Duisburger Philharmonikern: Mit seinem breiten Repertoire und seiner fundierten Werkkenntnis hat er über viele Jahre das Profil des Orchesters geschärft und die Duisburger Philharmoniker zu einem hervorragenden Klangkörper weiterentwickelt. Dafür wird Axel Kober mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet.

Mit dem letzten Philharmonischen Konzert der vergangenen Spielzeit hat Axel Kober sich als General­musikdirektor der Duisburger Philharmoniker verabschiedet. Und weil diese Zusammenarbeit so lang und erfolgreich war, ist es gar nicht so einfach, einzelne Höhepunkte herauszupicken. „Was ich aber toll finde“, so Kober, „ist die unglaubliche Bandbreite, die wir hatten.“ Auch die Arbeit mit internationalen Solist:innen und renommierten Sänger:innen wird ihm im Gedächtnis bleiben, darunter Camilla Nylund, Michael Volle und Klaus Florian Vogt. „Die gemeinsamen Aufführungen von Mahlers ,Lied von der Erde‘ und Zemlinskys ,Lyrischer Sinfonie‘ waren tolle Projekte“, schwärmt er noch heute.

Ein weiterer Meilenstein seiner Duisburger Zeit ist für Axel Kober der komplette „Ring des Nibelungen“, den er für die beiden Opernhäuser der Deutschen Oper am Rhein einstudiert hat. Die geplante szenische Aufführung der „Götterdämmerung“ fiel damals einem Wasserschaden im Opernhaus Duisburg zum Opfer, und „wir haben die Premiere dann konzertant in der Mercatorhalle gespielt. Die ist so gut gelungen, dass wir den gesamten Zyklus danach auch aufgenommen haben. Was das Orchester in diesen Live-Mitschnitten geleistet hat, kann sich wirklich hören lassen.“ Ganz allgemein schätzt Axel Kober an den Duisburger Philharmonikern, dass sie nicht nur ein „technisch brillantes“ Orchester sind, sondern auch ein „sehr wandlungsfähiges“. „Mit wenigen Veränderungen kann man mit diesem Klangkörper in unterschiedliche Stilrichtungen eintauchen. Das ist eine tolle Gabe, die mir besonders im sinfonischen Bereich immer wieder aufgefallen ist.“

Die Zukunft führt Axel Kober weiterhin zu den großen Orchestern und Opernhäusern – Wien, Zürich, Dresden und Berlin stehen demnächst in seinem Terminkalender. Dabei genießt er es gerade sehr, dass er sich nur auf die Musik konzentrieren kann, ganz ohne administrative Verpflichtungen. „Ich kann einfach nur dirigieren, ohne nachmittags noch mit dem Sekretariat in der Oper zu telefonieren oder mit dem Personalrat zu verhandeln. Es ist wunderbar, frei und ungebunden zu sein.“ Den Kontakt zu den Duisburger Philharmonikern will er dennoch weiter pflegen, dann zwar nicht mehr als Generalmusikdirektor, dafür aber als guter Freund.


Die Preisverleihung fand am 2. November 2024 im Theater Duisburg statt.

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